Petrus war den Berliner Porsche-Diesel-Fahrern nicht gnädig!

Wegen der Fehmarn-Ostsee-Tour im Mai und derJubiläumsausfahrt im Septemberwollte der Stammtisch im Sommer ein regionales Treffen veranstalten, zu dem möglichst viele Teilnehmer aus der näheren Umgebung auf eigener Achse kommen konnten. Einige unserer Freunde scheuen bekanntlich auch mehrstündige An- und Abfahrten nicht. Als Termin wurde Sonnabend, der 2.Juli,gewählt. Ein Club-Mitglied bot an,das Treffenin seinem Restaurant-Café in Gatow am Rande der Großstadt zu organisieren. In diesem grünen Vorort an der Havel liegen die ehemaligen Rieselfelder der alten Reichshauptstadt, die längst durch moderne Kläranlagen abgelöst und somit nicht mehr in Funktion sind. Die fruchtbaren Flächen dienen inzwischen seit Jahrzehnten der Landwirtschaft. Die dortigen Bauern stimmten zu, daß wir über ihre Felder und Wiesen treckern. Es stand auch ein großer Kremser-Wagen bereit, um dem Schlepper- Konvoi mit "Kind und Kegel" zu folgen. Anschließend sollte zünftig gegrillt werden. So weit kein schlechter Plan,wenn Petrus gnädig gewesen wäre. Das Sommerwetter 2011 wargenerell schlecht, und für den Tag der Ausfahrt waren die Prognosen noch schlechter. Da kamen dann diverse Anrufe, daß man doch lieber mit dem Auto kommen wolle,und esgabauch Absagen. Letztlich blieben nur zwei Junior-Fahrer aus Kleinmachnow und Wannsee übrig, die sich partout nichtabraten ließen,dem Regen zu trotzen und über die Havelchaussee und die Heerstraße nach Gatow zu tuckern. Alle anderen kamen mit geschlossenen Fahrzeugen. Gastgeber Maximilianmußte ein Notprogramm fahren: Man stellte Tische im Gastraum zusammen unddie erschienenen Club-Mitglieder trösteten sich zunächst mit Kaffee und Kuchen. Zur Kremser-Rundfahrt im strömenden Regenverspürte mannicht so richtigLust, an das Grillen auf dem Hof war nicht mehr zu denken. Am späten Nachmittag folgtedann ein Buffet. Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen, heißt es. Na ja! Tief zogen dunkle Wolken,kräftiger Wind war aufgekommenund es begann kräftig zu regnen. Da machten sichdie beiden Schlepperfahrerauf die 25 Kilometer lange Heimreise. Die Fahrt über die B 2über Potsdam wurde harte Arbeit. Ständigmit Wasserschauern von den zügigvorbei rasendenAutos gepeitscht, fast ohne Sicht, wünschte man sich nur noch sehnlichst nach Hause. Dort angekommen, war klar, daß es keine Bekleidung gibt, die solchem Wetter auf Dauer widerstehen kann. Aber wenig später, nach warmer Dusche und einem guten Rotwein in der heimischen Sofa-Eckeerwachte langsam das Gefühl, daß dies ein Erlebnis war, das man bestimmt nicht vergessen wird. Die Fotos von oben nach unten: (1) Im Dauerregen über die Havelchaussee (2) Ankunftin Gatow (3)Nur schnell einparken! (4) Der Hausherr bittet ins Trockne (5) Stammtisch-Klönschnack (6) Triefnaß vor der Haustür!

Bericht: Maja & Frank Nietruch