5 Seen Fahrt 2012

 

                                         Ziel der 5 Seen Fahrt

 

Treffpunkt der diesjährigen Ausfahrt der Region Ostsee war der öffentliche Parkplatz an der Sebastian Kneipp Straße in Malente. 16 Porsche Diesel, zwei orange Allgaier, ein VW Bulli T1 und 28 Mitglieder stellten sich zum Gruppenfoto für den Ostholsteiner Anzeiger auf. Die Fotografin dirigierte Fahrzeuge und Fahrer wie Schachfiguren bis alles Zeitungsgerecht aufgebaut war.

 

Foto: Kerstin Ahrens

 

Nachdem die Fotos im Kasten waren, setzte sich der Trupp in Bewegung. Entlang der Diekseepromenade ging es weiter Richtung Kreuzfeld.

 

   

 

In Kreuzfeld besuchten wir den Findlingsgarten des  Kies- und Schotterwerkes  Kreuzfeld.

 

 

 

Dort befindet sich der  größte und zugleich älteste Findling Ostholsteins. 1983 fand man den Stein in der benachbarten Kiesgrube. 7 Jahr später wurde er mit Hilfe eines Krans, eines Bergepanzers und eines Tiefladers geborgen und an seine jetzige Stelle gebracht. Sein Alter beträgt zwei Milliarden Jahre. Er wiegt 126 Tonnen,  ist 4.0m hoch, 4,2m lang und 3,5 m breit. Eiszeitliche Gletscher brachten den Stein aus Smaland in Südschweden an seinen Fundort.

 

 

Nach einer intensiven Besichtigung ging die Treckerkaravane weiter über Oberklevenz , Niederklevenz nach Timmdorf. Dabei schimmerte immer wieder das Blau vom Dieksee, vom Suhrer See und vom Langersee durch das frische Grün der Bäume.

 

 

 

Kurz vor Erreichen des Landgasthofes Kasch mussten wir eine Zwangspause einlegen. An Jürgens Rotnase hatten sich die Radmuttern etwas gelöst. Jürgen hatte noch am Abend vorher an seinem Schlepper geschraubt, um ihn fit für die Tour zu machen. Wer Jürgen kennt, der weiß, dass er sehr gewissenhaft ist. Anscheinend hatte sich die Felge etwas gesetzt und die Radmuttern konnten sich lösen. Nach dem Festziehen ging es ohne weitere Probleme weiter.

 

 

Nacheinander trafen wir im idyllisch gelegenen Landgasthof Kasch ein. Seit 1892 befindet sich der reetgedeckte Gasthof auf dem Ulmenhof in Familienbesitz.

 

 

 

Im Restaurant erwartete uns ein rustikales Holsteiner Buffet. Und so ließen wir uns in gemütlicher Atmosphäre die leckeren Speisen und Getränke schmecken. Essen hält eben doch Leib und Seele zusammen. Nach dem Essen erhielt jeder Teilnehmer von Stefan einen der beliebten Ansteckbuttons.

 

                               vorher                                                   nachher

 

Während der Mittagspause erschien Frau John von der Zeitung „Der Reporter“. Sie führte mehrere Interviews und machte Fotos für die Zeitung. (siehe unter Presse)

 

 

Auch die Kultur sollte nicht zu kurz kommen. Und so machten wir uns auf den Weg zur Grebiner Mühle. Rund um die Mühle parkten wir unsere Rotnasen und Herr Schuch vom Mühlenverein startete mit seiner sehr interessanten Führung.

 

 

 

Auch die Kultur sollte nicht zu kurz kommen. Und so machten wir uns auf den Weg zur Grebiner Mühle. Rund um die Mühle parkten wir unsere Rotnasen und Herr Schuch vom Mühlenverein startete mit seiner sehr interessanten Führung. Die vierstöckige Kellerholländermühle steht auf dem 54m hohen Mühlenberg und ist aus allen Richtungen gut zu erkennen. Sie gilt als Wahrzeichen der Gemeinde Grebin. 1997 erhielt sie den Namen „Wagria“ nach der Gegend Wagrien. Sie ist bereits die dritte Mühle an dieser Stelle. Leider sind von der Technik nur noch einige Reste erhalten.

 

 

Zurzeit beherbergt die Mühle Teile des Dorfmuseums und wird gelegentlich für Ausstellungen genutzt.

 

 

 

Eine absolute Rarität umgibt die Mühle. Weinanbau im nördlichsten Bundesland. Auf einer Fläche von 8200 Quadratmetern stehen ca. 4000 Rebstöcke. Die Rebsorten sind Regent und Reberger, aus denen Rosè oder Rotwein hergestellt werden. Im Jahre 2008 ist es dem ehemaligen Ministerpräsidenten Peter-Harry Carstensen gelungen 10 ha Pflanzrechte von Rheinland-Pfalz zu erhalten. Erst dadurch war es möglich, Weinbau in Schleswig-Holstein zu betreiben, denn der Anbau von Weinreben bedarf der Zustimmung der Europäischen Union. 2010 wurden 1868 Flaschen „So mookt wi dat“ gekeltert. Innerhalb von drei Tagen war der 15 Euro teure Wein ausverkauft. In Zukunft sollen Trauben für 15000 bis 18000 Flaschen geerntet werden.

 

 

Die interessanten Informationen über Wein verursachten Durst und zwar Durst auf Kaffee. So wurden die Motoren angeworfen und die Karawane zog weiter. Überall begleitete uns das satte Grün der Bäume und Wiesen. Und so erreichten wir  das Bauernhof Café Radlandsichten. Hier warteten leckere Kuchen, Torten und Kaffee auf uns. Das Wetter war so gut, dass wir auf der Terrasse Platz nehmen konnten. Sogar die Sonne ließ sich blicken. Mit Genuss tranken wir unseren Kaffee und stärkten uns mit hausgemachter Torte.

 

 

 

 

Kurz vor unserem Aufbruch standen noch zwei Ehrungen an.

 

Otto Grell und Rudolf Meyer erhielten aus den Händen vom Vormann Hartmut Kohlscheen Ehrenurkunden für Ihre erfolgreiche Organisation der 5 Seen Fahrt.

 

 

 

Über Feldwege und Nebenstraßen ging es wieder zurück nach Malente. Mit dem Erreichen des Parkplatzes endete der offizielle Teil der 5 Seen Fahrt.

 

  

 

Überall wurden die Rotnasen verladen und verzurrt. Die meiste Arbeit hatte Hans-Jakob und Flora Hahn. Sie mussten 3 Schlepper auf ihren Tieflader verladen und noch fast 80 km mit ihrem Gespann zurücklegen.

 

 

 

 

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei Otto und Rudi für diese abwechselungsreiche und interessante Ausfahrt bedanken.

 

 

Stefan