PPP

Pleiten, Pech und Pannen

 

Nicht nur im Fernsehen gibts Pleiten, Pech und Pannen. Auch wir sind davor nicht gefeit

Sylt 2010

 

Am ersten Mai 2010 hat es unser Mitglied Stefan erwischt. Auf der Anreise zur Ausfahrt “Mit dem Porsche Diesel an die Sansibar” platzte bei 100km/h einer der Trailerreifen. Zum Glück 500m vor der nächsten Ausfahrt. Langsam und mit Warnblinker ging es auf dem Standstreifen weiter. Gott sei Dank konnte der gelbe Engel vom ADAC einen Ersatzreifen besorgen. Und so ging es mit 1,5 Stunden Verspätung weiter.

 

 

 

 

 

 

Büttenwarder 2011

 

Leider hat uns auch auf der Sommertour der Pannenteufel verfolgt. Mitten in den unendlichen Weiten Stormarns hat der Junior von Hermann undefinierte Geräusche von sich gegeben. Es folgte eine ausführliche Fehleranalys. Probleme verursachte die Lagerung des Lüfterrades. An einer Weiterfahrt mit eigener Motorkraft war nicht mehr zu denken. Kurz entschlossen setzte Hartmut zurück und nahm den Junior in Schlepptau.

Alles wurde ausführlich vom NDR-Fernsehteam dokumentiert.

 

Übrigens, der Junior stammt aus dem Porsche Junior Projekt Oyten

Büttenwarder die Zweite

 

Hartmut hat den Junior bis Büttenwarder geschleppt, anschließend hat Harald seinen Master vor den Junior gehängt. Auch ein Porsche Diesel braucht unter Last mehr Kraftstoff und so kam was kommen mußte, der Tank war leer. Nun war der nächste Master gefragt. Und schon setzte sich die Abschleppkarawane in Gang.

 

Erst Volkers Master, dann Haralds Master und dann Hermanns Junior.

 

Ein imposanter Anblick

5-Seen Fahrt 2012

 

Kleine Schraube - Große Wirkung

 

Samstag Morgen ist Stefan um 7:00 Uhr aufgebrochen, um auf Achse nach Malente zu fahren. Vor dem Start der übliche Blick in den Tank. Alles ok, halb gefüllt. Weit ist er allerdings nicht gekommen. Kurz nach der Überquerung der A20 streikte der Motor. Auf dem ersten Blick war nichts zu finden. Der zweite Blick verriert einen leeren Tank. Wo war der Diesel hin. 10l auf 12km ist auch für einen Trecker nicht gerade wenig. Der dritte Blick fand die Ursache. Die Entlüftungsschraube der ersten Dieselpumpe war verschwunden. Nun musste Silke einspringen. Sie fuhr zu Gerhard Grube, Landmaschinenhändler in Barnitz, und besorgte tatsächlich eine passende Entlüftungsschraube. Mit gefülltem Reservekanister gings Richtung Malente. Dort stand Stefan am Straßenrand und putzte seinen AP22. Schraube reingedreht, Diesel nachgekippt, Pumpen entlüftet, Diesel vorgepumpt und gestartet. Und schon erklang der vertraute Klang des 2-Zylinders. Mit einer Stunde Verspätung gings weiter Richtung Ausfahrt.

 

 

 

5-Seen Fahrt 2012

 

Radmuttern

Ameland 2013

 

Alles begann beim Abladen. Der Anlasser tat keinen Mucks. Anschleppen blieb ohne Erfolg. Starthilfe vom ADAC-Abschleppwagen brachte den Anlasser auch nicht zum Drehen. Erst ein kleiner Schlag mit dem Hammer auf den Magnetschalter brachte den Erfolg. Der Schlepper sprang an. Endlich konnten wir zur Fähre fahren. Am Samstag arbeitete der Anlasser einigermaßen. Am Sonntag musste ich schon angeschleppt werden und am Montag ging gar nichts mehr. Dabei wollten wir noch bis Freitag auf Ameland bleiben. Wie sollte es weitergehen? Also Werkzeug ausgepackt, Anlasser abgebaut und vollständig auseinandergenommen.

 

Ursache:

 

Kohlebürsten vollkommen verbraucht

 

Woher nun neue Bürsten nehmen? Ein Anruf bei unserem Technischen Wart Günter Hagedorn sollte weiterhelfen. Er ließ die Kohlebürsten bei Fricke in Hesslingen hinterlegen. Ich heuerte bei Kurt Althoff als Sozius an und mit den Clubkameraden, die ihre Heimreise antraten, machte ich mich auf den Weg zur Fähre. Ich wollte nach Bremen fahren, um die Bürsten zu holen. Am Fähranleger angekommen, erzählte mir einer, dass es unten an der Strasse eine Tankstelle mit Landmaschinenwerkstatt gibt. Also machte ich mich dorthin auf den Weg. Völlig entmutigt zeigte ich dem Monteur die abgenutzten Kohlebürsten. Sofort ging`s in die Werkstatt. In einem alten Sortierkasten fanden wir Ersatzbürsten sämtlicher Größen, nur keine vom Porsche Diesel. Dann endlich eine Bürste, dann eine zweite und schließlich förderte der Monteur Bürste drei und vier zu Tage. Überglücklich fragte ich nach dem Preis. 4 Gulden stand auf dem Pappkarton und ich zahlte 4 Euro. Weiter ging`s zum Hotel und zusammen mit meiner Frau Silke wurde der Anlasser zusammengebaut und wieder montiert.

 

Erster Versuch

 

Der Anlasser zuckte nicht einmal.

 

Alles wieder auseinander. Am Kollektor die Stege zwischen den Kupferlamellen freigekratzt. Anschließend alles wieder zusammengesetzt und am Schlepper montiert

 

Zweiter Versuch

 

Vorglühen

 

Zündschlüssel weiterdrehen

 

und

 

da war er wieder, der durchdringende Sound eines anspringenden Porsche Motors.  Es war geschafft. Mit Bordmitteln wurde der Anlasser repariert. Und ständig an meiner Seite Silke. Prompt bekam sie von mir den Titel:

 

Porsche Diesel Kundendienstmonteurshelfer.

 

Nach dieser gelungenen Reparatur konnten wir noch sehr erholsame Tage auf Ameland verbringen.

 

Ein kleines Geheimnis gibts allerdings noch. Der Anlasser läuft nun mit Kohlebürsten eines McCormicks Schlepper. Hoffentlich merkt`s keiner.

Neu eingerichtete Porsche Diesel Kundendienstwerkstatt im Hotel Ameland State

Text: Stefan Barten                    Fotos: Silke Barten

Info
PORSCHE-DIESEL Club Europa e.V.

Edisonstraße 25a
D-28357 Bremen / Horn-Lehe

Tel.: +49 421 27 81 98 19
Fax.: +49 421 27 81 98 29

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