Fehmarn/Ostsee 2011 (I)
Fehmarn-Ostsee-Tour

Fehmarn-Ostsee-Tour 13. bis 15. Mai 2011

 

Der Vormann, Hartmut Kohlscheen, und seine Clubmitglieder der Region Ostsee haben sich mit dieser Ausfahrt übertroffen!

 

„So eine Veranstaltung kann man fast nicht mehr besser machen“,

 

formulierte der Präsident Harald S. Stegen am Samstag auf dem Tourabend. Das wollen wir von der Region Südheide unterstreichen.

 

Am Donnerstagvormittag war Anreise. Auf den Autobahnen und Raststätten rund um Hamburg sah man Trailer mit Porsche-Diesel Schleppern beladen, sternförmig auf Gremersdorf zufahren. Hier fängt das Porsche-Diesel-Treffen schon an, wenn man unbekannte Menschen auf Raststätten mit DU anspricht, weil das Thema einen eint.

 

In Gremersdorf angekommen, markierten Porsche-Diesel-Flaggen das Ziel. Schlepperparkplatz, Trailer- und PKW-Abstellflächen waren am Ort präpariert, wir wurden fröhlich empfangen und eingewiesen. Unsere dreitägige Unterkunft war vollständig in blau-weißer Hand und mit Porsche-Diesel-Schleppern vom Maßstab 1:85 bis 1:1 (!) gespickt. Wir waren am Headquater der Familie Kohlscheen und der Region Ostsee angekommen. Schon am Empfang bekannte Gesichter aus den unterschiedlichen deutschen Club-Regionen. Es ist doch immer wieder schön, euch alle wieder zu sehen.

 

 

Alles was das Herz begehrt . Perfekte Tourenplanung

Der Nachmittag war für ausgiebige News und Informationen wunderbar geeignet. Der Schlepperparkplatz füllte sich zusehends. Zeit der „Konkurrenz“ über die Schulter zu sehen. Welche Schlepper sind neu? Wer hat welches Problem wie gelöst?

 

 

Ein neu, top aufgebauter Porsche-Diesel Standard 218 von Hans-Dieter v.G. war zu bewundern sowie ein Master 419 AL. „AL, nie gehört?“ AL steht für Allrad (!). Ja, richtig gelesen. Ein Monster-Master, der seines Gleichen sucht. Stolzer Besitzer und Konstrukteur Günter L., der 7 Stunden auf Achse zum Treffen auf sich nahm.

 

 

Nach herzlicher Begrüßung durch unseren Präsidenten und Regions Vormann Hartmut Kohlscheen sowie einem fröhlichen Abend, fieberten wir den Freitagmorgen entgegen.

 

 

 

Nach dem Frühstück begrüßte uns der Bürgermeister der Gemeinde Klaus Klinckhammer. Der Shanty Chor Heiligenhafen, der schon am Vorabend für Stimmung sorgte, schmetterte noch einen Song, bis es endlich hieß: „Leinen los…ähm…startet die Motoren!“

 

Die erste Ausfahrt führte uns durch das Oldenburger Land in Ostholstein über die Halbinsel Wagrien. Duftende Rapsfelder, sanfte Hügel, Windräder, Wind und jede Menge fröhlicher Bürger am Straßenrand folgten.

 

Der Tross wurde teilweise durch die Polizei und den Freunden der Region Ostsee begleitet und sicher über die Kreuzungen gelotst.

 

Zum Mittag kehrten wir im landwirtschaftlichen Freilichtmuseum Lensahn ein. Die Porsche-Diesel-Schlepper fügten sich gut ins Gesamtbild ein.

 

Nach einer sehr schmackhaften Erbsensuppe, Getränke und Kaffee, ging es weiter. Der Wettergott war bisher voll auf unserer Seite. Exakt in unserer Mittagspause regnete es. Danach: blauer Himmel.

 

Zur Kaffezeit steuerten wir den Marktplatz von Oldenburg an. Hier waren wir natürlich die Attraktion. 75 Schlepper in rot (orange) belegten den Markplatz bis auf den letzten Pflasterstein. Für Kaffee und Kuchen war gesorgt. (Nur so nebenbei: bei der ganzen guten Verpflegung frage ich mich: wann kommt die Schlussrechnung? Wir sind so gut und reichlich versorgt worden, da kann das Startgeld doch nicht ausreichend gewesen sein?!)

 

 

PORSCHE - DIESEL in Oldenburg (Holstein)

Abends in unserer Station angekommen, wurden wir am Straßenrand mit einer Drive-In Gerstenschorle, wahlweise Cocktail, empfangen. Ein erster gelungener Tag! Strahlende Gesichter wohin man sah! Der Abend verlief wie gewohnt: Freunde, Freude und Feiern! Ein herrliches Buffet mit fangfrischem Fisch, Fleisch vom Holzkohlegrill und Porsche-Diesel-Obstler läutete den Abend ein. Als Höhepunkt wurden Sketche auf Plattdeutsch, mit hochdeutschem Untertitel, zum Besten gegeben.

 

Das ist Diesel für die Fahrer!

 

Der nächste Morgen: bedeckter Himmel, empfindlich gefallene Temperaturen. Wir mussten uns auf unangenehmeres Wetter einstellen. Frühstücken, Aufsitzen, Motor starten: Dieselgeruch…Wetter egal! Heute war die Zeit gekommen, die Insel zu erobern!

 

Hat man jemals 75 Traktoren, wie auf einer Perlenschnur aufgezogen, auf der Fehmarnsundbrücke gesehen? Tatsächlich sind wir alle über die Brücke gefahren. 2 Mal. Morgens hin und nach dem Mittag wieder zurück.

 

Station im Hafen von Burg, durch die pittoreske Kleinstadt bis auf den Rathausplatz. Hier wurde das Mittagsmal eingenommen. Hmmm… lecker! Laut Wetterbericht sollte es nachmittags wenig Regen geben. Das Schlimmste war allerdings die niedrigen Temperaturen von ca. 10°C, die vor allem den min. 30 MitfahrerInnen auf den Kotflügeln und Bänken zu schaffen machten.

 

Es ging weiter durch die schöne Landschaft Fehmarns und der Küste. Kurz vor Heiligenhafen strandeten wir in Strandhusen zum Kaffe. Hier hatten die Mitarbeiter vom Hotel ein Kaffeezelt direkt an der Küste aufgebaut, mit Apfel- und Butterkuchen. Ich brauch nicht zu erwähnen, dass dieser extrem lecker war.

 

Jetzt sollte die wohl spannendste Strecke kommen. Durch die Touristenhochburg Heiligenhafen, vorbei an Hotelkomplexen, eröffnete sich hinter eben diesen, eine Graslandschaft an der Küste, die zunehmend zur Steilküste wurde. Über Feldwegen, über beweidete Flächen und über Rapsfeldern fuhren wir parallel zur Ostseeküste entlang. Atemberaubend! Schade, dass es so kalt war und die Sonne fehlte.

 

Nach einer längeren Strecke in den unteren Gängen wurden Porsche-Diesel-Flaggen sichtbar. Hier? Unerwartet trafen wir auf ein Strandzelt direkt an der Ostseeküste! Frischer Dorsch an Senfsoße mit Kartoffeln wurden als Häppchen gebraten. Mit vollem Mund und glücklichen Augen wurde die vergangene Strecke bejubelt.

 

Atemberaubende Strecken!

Die organisierte Schatzsuche mit Schaufel und Spaten geriet auf Grund fehlender geografischer Kenntnisse leicht in Schieflage. Nachdem geschätzte 1300m³ Strandsand umgegraben war, fanden wir dank Hilfestellung den „Rum“, der noch an Ort und Stelle zur Belohnung gekostet wurde.

 

Durch den heftigen Wind von 5-6 Windstärken (Stegen) und den niedrigen Temperaturen hatten es alle recht eilig zurück ins Hotel zu kommen. Daher war die ursprüngliche Reihenfolge: 1-Zyl.,2-Zyl…4-Zyl. nicht mehr zu halten. Gemächlich tuckerten wir die Reststrecke durch die, wie am Anfang beschriebene Landschaft: duftende Rapsfelder, sanfte Hügel und immer wieder ein Blick auf die Ostsee.

 

An der Unterkunft angekommen, ein Drive-In-Bier (das könnte meinet wegen zur Gewohnheit werden). Nahezu keiner der Teilnehmer lud seinen Schlepper auf den Trailer. Es sah so aus als wolle noch keiner diese Tour als beendet erklären. Es folgte der Austausch von heute erlebten und Dieselgesprächen auf dem Parkplatz.

 

Der folgende Abend mit Heiterkeit und gutem Essen, stand ganz im Zeichen von Glückwünschen und Gratulationen an das Orga-Team der Region Ostsee und besonders der Familie Kohlscheen und Mitarbeitern, die nicht genug für das sehr gut organisierte und ausgestattete Event gelobt werden können.

 

Wirklich bis ins kleinste Detail war alles perfekt!

 

Die Teilnehmer der Region Südheide sagen herzlichen Dank für diese Tour!

 

Ich kann nur jedem empfehlen, einmal im Jahr an so einer überregionalen Ausfahrt teil zu nehmen. Es ist bereichernd.

 

Martin Oelkers

Info
PORSCHE-DIESEL Club Europa e.V.

Edisonstraße 25a
D-28357 Bremen / Horn-Lehe

Tel.: +49 421 27 81 98 19
Fax.: +49 421 27 81 98 29

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