Ausfahrt 14.06.2008

Ausfahrt nach Lichtenau (Spessart) am 14.06.2008

 

 

Fast genau ein Jahr nachdem die roten Räuber den Spessart unter ihre Räder genommen hatten, trafen sich erneut am 14.06.2008 an der Kapelle zwischen Marktheidenfeld und Zimmern 11 Porsche-Traktoren mit ihren Besatzungen.

Nach einem ersten „Fotoshooting" setzte sich der Tross pünktlich um 10:00 Uhr in Bewegung.

Eingebettet von einem grünen AP 17 an der Spitze und einem orange farbenen AP 17 als Schlusslicht waren 9 Porschetraktoren vom Ein- bis Dreizylinder auf dem Weg in den bayrischen Hoch-Spessart.

 

Zunächst ging es auf Wirtschaftwegen zur neuen Mainbrücke, die schnell überquert war. Auf der anderen Mainseite folgte sodann ein Anstieg steil bergauf und gewährte eine tolle Aussicht auf den Main in seinem Bett.

Auf romatischen Nebenwegen, vorbei an blühenden Kornfeldern, frisch gemähten Wiesen und an saftigen Weiden entlang tuckerte die Karawane unter warmen Sonnenstrahlen Richtung Windheim.

Pferde und Kühe ließen sich nicht aus der Ruhe bringen; man konnte meinen, sie seien den Anblick der Rotnasen bereits gewohnt…

So ging es schnurstracks ins wunderschöne Hafenlohrtal. Der Wetterbericht hatte bewölkten Himmel und vereinzelte Schauer gemeldet, jedoch schien er dabei nur mit der Temperaturprognose von 15-19°C richtig gelegen zu haben. Die Sonne lachte, doch im Waldstück entlang der Hafenlohr wurde es zeitweilig recht kühl und mancher Räuber war froh, doch den warmen Pulli oder eine Jacke eingepackt zu haben.

Neben dem lustig plätschernden Lauf der Hafenlohr entlang zuckelten die roten Kameraden gemütlich durchs Land, fernab von jeglichem Autoverkehr. Ein paar eilige Radrennfahrer setzten zeitweilig zum Überholen an, doch wir Räuber hatten es ja nunmal nicht so eilig …

 

Plötzlich bremsten die Vordermänner und es gab einen kurzen Halt, war doch tatsächlich ein Reiher zu beobachten, der sein Mittagsmal aus der Hafenlohr fischte.

Das war ein Spektakel!

 

Doch auch die tapferen Mannen auf ihren stählernen Rössern verspürten langsam ein flaues Gefühl in der Magengegend und so setzten wir die Reise fort Richtung Lichtenau. Durch die Weiler Einsiedel und Erlenfurt zog sich die ländliche Strecke, immer begleitet von der romantischen Hafenlohr und die Dieselmotoren tuckerten gemütlich auf 1800 Touren. Beim passieren der einladend angelegten Forellenzuchteiche überlegte sich der ein oder andere schon, was er wohl als Räubermahl zum Mittag auf seinem Teller haben würde…

 

So kamen wir denn auch pünktlich zur Mittagszeit am Ziel unserer Tour im „Gasthaus zum Hochspessart" in Lichtenau an, wo wir bereits erwartet wurden. (Lichtenau liegt ca 8 km von Weibersbrunn und 8 km von Rechtenbach entfernt zwischen der B8 und B26 m bayrischen Hoch-Spessart).

Im Hof des Gasthauses wurden die Schlepper dann optisch einladend aufgereiht und natürlich auch entsprechend beflaggt. Bevor man sich zu Tisch begab, mussten natürlich noch die Speicherkarten der Kameras mit einigen Bits und Bytes gefüllt werden.

 

Anschließend lud uns die Sonnenterasse zum gemütlichen Zusammensitzen ein und nachdem der erste Durst gelöscht war, wurden auch leckere Gaumenfreuden aufgefahren. Tatsächlich haben sich einige Hungrige unterwegs von den Forellenteichen inspirieren lassen und sich einen Fisch auf den Teller bestellt.

Doch gab es auch saftigen Wildschweinbraten, königliches Gemüse (Spargel) mit Schinken und deftiges Rumpsteak.

Nach einer leckeren Nachspeise oder einem Cappuccino zog es uns dann wieder auf die Sitze unserer Traktoren und es ging in entgegen gesetzter Richtung wieder zurück durch das Hafenlohrtal. Zuvor durften unsere Jüngsten beiden Mitfahrer Christian und Robin den abgelegenen Hof zu einer Rundfahrt auf einem Standard mit Hydrostop benutzen…

 

Immer wieder bemerkenswert: auch wenn man die gleiche Strecke zurückfährt ist es doch nicht die selbe, die Landschaft zeigt sich in völlig anderem Blickwinkel.

Eine Wandergruppe winkte und lachte uns freundlich zu und war begeistert von der ratternden Rotnasen-Räubergruppe.

Zurück durch die Felder genossen wir das Panorama bei der Zufahrt auf die Mainbrücke. Nachdem wir diese wieder überquert hatten, ging es am Main entlang nach Zimmern zum Gasthaus „Mainblick".

Unterwegs winkten uns viele Menschen zu und standen lächelnd und bewundernd am Wegesrand, etliche Male auch den Daumen nach oben gereckt.

Das macht schon Spaß, so viel Sympathie zu spüren.

 

Nicht jeder Räuber kann von sich behaupten, die Sympathien seiner Mitmenschen zu bekommen…

Am „Mainblick" angekommen, stellten wir unsere Fahrzeuge in einer Reihe nebeneinander auf und waren sofort umringt von Zuschauern und Interessierten;

die ein oder andere Frage wurde beantwortet und etliche Fotos gemacht.

Auf der Terrasse hatten wir wieder das Glück, in der Sonne einen schönen großen Tisch zu bekommen und genossen dort Kaffee, Cappuccino und leckeren Kuchen.

 

Gegen 16:30 trennte sich die Gruppe dann; einige hatten es ja nur um die Ecke in ihre Garagen, andere fuhren zurück zum Parkplatz an der Kapelle um ihre Schätze wieder auf die Trailer zu laden und die Heimreise in ihre Räuberhöhlen Richtung Fulda und Rüsselsheim anzutreten.

Nur ein Kitzinger Räuber drückte das Gaspedal wieder fest durch und nahm seine 70 km weite und 2 3/4 Stunden lange Reise zurück in seinen Bau nach Willanzheim wieder unter die eigenen Räder seines Porsche-Diesel Standard, begleitet von seinem tapferen Mitfahrer Christian...

Für diese beiden bot der Tag wohl eine besonders ausgiebige Fahrfreude!

 

Jan Holighaus 

15.06.08

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