Zell am See/A. 18.-21.09.2003

Wolfgang Schneider

Talstraße 38a

60437 Frankfurt/M.

Tel. 069/950491-37, Fax-39

 

Teilnahmebericht am Porsche-Diesel-Treffen in Zell am See. - 18.-21.Sept. 2003 - von Wolfgang Schneider

 

Donnerstag 18.09.2003

Leicht ermüdet vom Porsche-Club-Abend auf der IAA am Mittwoch, sind wir (Gerald, Robert und ich) morgens um 8,00 Uhr in Aschau nach problemloser Fahrt mit dem Trailer und unserem Super L angekommen. Am Ortsende von Aschau, unweit der Kampen-Wand-Bahn war Treffpunkt auf dem großen Parkplatz des Festsaales in wunderschöner historischer Umgebung. Die "Roten", sowie drei orange- und einem grünen Allgaier-Porsche-Diesel wurden entladen und in Reihe positioniert.

Im Hintergrund die schöne Kulisse mit alten Scheunen und Uhrtürmchen. Nach herzlichem Empfang der Teilnehmer durch Clubmitglieder, Vorstand und die Alphornbläser wurde sich mit Weißwurst und Bier etc. für die lange Fahrt gestärkt. Mit 34 Schleppern oder nach Robert´s Hochrechnung 1084 PS, ging es dann leicht "Diesel-verräuchert" zur Abenteuerfahrt los.

Die ersten Steigungen und Serpentinen wurden problemlos passiert. Man musste sich ab und zu in den Arm kneifen, um festzustellen, dass dieses traumhafte Wetter und die herrliche Bergkulisse kein Traum, sondern Wirklichkeit war.

Mittagstisch wurde dann nach ca. 2 Std. Fahrt, im Restaurant zum Fischer eingenommen. Die Stärkung und Erholung war durch den andauernden Öl- und Diesel Qualm auch bitter nötig.

 

 

 

 

 

Hier eine Anmerkung an alle Teilnehmer (mich eingeschlossen.) Die Motoren sollten für solche Fahrten optimal eingestellt und überholt sein, damit die Geräusch- und Geruchsbelästigungen sich in Grenzen halten. Weiter ging es dann entlang des Walchensee Richtung Kössen, Sankt Johann, nach Kitzbühel. Im Schutze des Kirchturmes, bewacht, standen alle Schlepper auf dem hoteleigenen Parkplatz. Nach der Ankunft nutzten die Teilnehmer die freie Zeit für einen Stadtbummel oder Kaffeehausbesuch. Am Abend wurde zünftig gevespert. Anschließend spielte ein nicht auf den Mund gefallener Musikant auf. Die Musik war fetzig, zünftig, leider a´bisserl laut. Am ersten Abend hatte man sich halt doch so allerhand zu erzählen. Ansonsten war es ein wunderbarer, gelungener Tag - es hätte nicht besser sein können!

Freitag, 19.09.2003

Heute war zu Beginn die Rundfahrt durch Kitzbühel angesagt. Wie gewohnt fuhren die langsamsten Porsches dann im Konvoi den Pass Thurn über Muttersiel, Untendorf in Richtung Zell am See. Es war schönes Wetter, die Hauptverkehrsstraße und auch noch Wochenende. Das konnte nicht gut gehen. Auf einmal stand die Gendarmerie vor uns, und winkte die Diesel-Kolonne rechts heraus. Schade, dass keiner die Staumeldung im Ö3 Verkehrsfunk mitbekommen hat. Es dauerte ca. eine halbe Stunde bis sich die Blechlawine - bestehend aus teils freundlichen und zujubelnden -, teils aber auch einige den Mittelfinger hebende LKW-, Bus- und Autofahrern, auflöste. Na ja - Aufsehen haben wir in jeder Beziehung produziert.

Das alles hat sich aber schnell gelegt und die kleine Verschnaufpause wurde natürlich wieder für die ein oder andere Fachsimpelei genutzt. Jetzt war ja Zell mit seinem schönen See nicht mehr weit, und es ging ohne technische Ausfälle bis zur Ankunft auf dem Schüttgut flott voran. Die Traktoren wurden durch unseren Präsidenten persönlich in einem Viertelkreis um den Hof platziert.

Es war ein wunderschöner Anblick, die meist Topp restaurierten Porsche - Diesel & Co in der Nachmittagssonne zu bewundern. Die Einquartierung im Top-Hotel Schütthof nutzten einige, um ein paar Runden zu Schwimmen oder zu Saunen. Die Begrüßung durch die Gastgeber, Dr. Wolfgang und Susanne Porsche war sehr herzlich und persönlich. Selbst Porsche Chef - Wendelin Wiedeking mit Frau und Sohn, sowie Frau Aldenhoff, Herr Steinbeck und Herr Macht von der Porsche - Clubbetreuung sowie Porsche AG sind anlässlich dieser Veranstaltung angereist. Ich denke, auch Sie hatten Spaß, an der etwas anderen, als die üblichen, Porsche Veranstaltungen. Der Begrüßungsabend wurde im Erntedank-Ambiente dekoriert und in der frisch renovierten und beheizten Maschinenhalle zelebriert. Die Brotzeit war sehr lecker und mit angenehm leiser Begleit-Hausmusik. Hier konnte man in Ruhe die wichtigen Club-kontakte und Gespräche führen. Alles in allem wieder ein sehr schöner, harmonischer Tag.

Samstag, 20.09.2003

Jetzt war es soweit. Der heiß ersehnte Tag der Großglockner Bezwingung lag vor uns. Nach tadellosem Frühstück dieselten alle Richtung Fuschertörl, der Mautstelle der Groß- glockner Alpenstraße. Allen Teilnehmern wurde zu Beginn der Erklimmung eine Andenkenplakette überreicht. Mit Schwung und Ehrgeiz ging es jetzt die Serpentinen hinauf.  

Zum Glück war die Strecke am Anfang noch für andere Verkehrsteilnehmer gesperrt, so das der ein oder andere Junior oder AP 17 noch in Ruhe überholen konnte. Andere genossen den Ausblick auf die herrliche Bergwelt mit den Gletscherfeldern, dem "noch ewigem Eis". Später wurde der Verkehr für alle freigegeben.  

 

 

 

Zu erst kamen die Motorradfahrer. Kurvengeil und nur Speed im Kopf, das noch mit eingeschränkter Helmvisiersicht, abgeschottet alle Sinne. Die haben, im Gegenteil zu uns, nichts vom Berg gesehen. Aber Toleranz muss sein, und am Gipfelplateau haben alle ihre Fahrzeuge gegenseitig bewundert, und sich der ein oder andere mal Zeit für einen Ausblick genommen. Die anderen Schlepperfreunde von der Traktor-WM waren schon früher gestartet als wir. Leider hatten einige schon wieder die Bergabfahrt gestartet. Die Spätzünder konnten aber noch auf dem Gipfelparkplatz bestaunt werden. Für intensivere Kontakte war aber die Zeit dort oben zu knapp bemessen. Nach einer kleinen Stärkung ging es dann auch für uns wieder talwärts. 

Nächstes Etappenziel war Schloß Prielau. Die Fahrt ging erst noch einige Serpentinen weiter ins Tal, dann entlang des Zeller Sees zu der wunderschönen Hotelanlage. Hier wurden die Traktoren stilecht auf kieselsteinbefestigter Hoffläche parkiert. Jetzt war eine Kaffeepause angesagt. Der Kuchen war bestens und konnte auf Tischgruppen in wunderschöner, engl. anmutender Parklandschaft zu sich genommen werden. Leider war nicht für alle ein Sitzplatz vorhanden. Doch die Not machte erfinderisch und so manch einer besonn sich seiner Traktor-Kofferbox, die zur Kaffee-Bar-Theke umfunktioniert wurde.

Nach guten Gesprächen wurde die Fahrt mit Polizei-Begleitschutz durch die Fußgängerzone von Zell am See fortgesetzt. Die meisten jubelten den hübsch beflaggten Schleppern zu. Ein paar wenige hielten sich Nase oder Ohren zu. Unterm Strich denke ich aber, dass die Veranstaltung einen positiven und sympathischen Image - Transfer geleistet hat.

 

 

Fahrt-Ende war dann wieder die Aufreihung der Traktoren auf dem Schüttgut. Im Hotel sprach es sich dann bald wie ein Lauffeuer herum, dass Heinrich Niederholz und die Mannschaft Vizeweltmeister geworden waren. Unser Präsident Harald Stegen organisierte dann für eine kleine Abordnung ein Taxi zur Fahrt in die Stiegl-Halle zur Siegerehrung. Dort waren für uns bereits zwei Ehrentische reserviert und nun warteten wir hier bei frischen Bier auf den Aufruf zur Übernahme des Vize-Teller´s bzw. der Plaketten. Vormann Niederholz hielt eine wunderschöne Lobesrede auf unseren Club und die gute Kameradschaft, sowie dankte er Ferdinand Porsche für die Erfindung seines über 40 Jahre alten, zuverlässigen Schleppers, der Ihn nie im stich gelassen hat. Es wurde anerkennend stark applaudiert. Nach der Siegerehrung war dann von Uns wieder eine Taxe für die Rückfahrt zum Schüttgut zu organisieren, wo das wunderbare Abendmenü auf uns wartete. Auf dem Schüttgut wurde die Abordnung dann selbstverständlich von Harald Stegen per Mikroansage angekündigt und mit einem super Applaus begrüßt. Hier war auch eine bomben Stimmung und die meisten sind auch erst spät ins Hotel zurückgekehrt.  

Sonntag, 21.09.2003

Früh morgens um 9.30 Uhr war dann Kranzniederlegung in der Schüttgutkapelle. Mit der Siegerehrung im Zeitfahren und anschließendem Bruch wurde dann die von einem traumhaften Wetter begleitete und bestens organisierte Veranstaltung in Zell am See beendet.

 

 

Mein Persönlicher Dank hier nochmals an Harald Stegen, Hubert Kerber, Torsten Delwes, Dr. Wolfgang Porsche und alle die hier nicht aufgeführten Leute, die zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

 

< In Erinnerung an unsere Heimreise >

Zu Hause sei`mer jetzt gesund

Nur mit´m Auto lief´s net rund

BMW-Rosenheim zieht uns magisch an,

weil wir hier schon die zweite Panne han.

Den Kühler hat´s uns am Irschenberg zerrissen,

uns aus warn die Träume vom Heimatkissen.

Mit nem Leihwagen gings dann zurück,

Blech kann man ersetzen, zum Glück.

Ferdinand Porsche hatte schon recht,

Wassergekühlte Auto´s, die sein halt schlecht.

Wasser im Kühler kann halt dampfen und frieren,

Luft net, die ist immer da, und kam´mer net verlieren.

 

Grüße von eurem PD- Freund

Wolfgang Schneider  

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