Fotos Uckermark 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Teilnehmer erhalten von Stefan einen seiner beliebten Buttons!

Schloß Boitzenburg, einst Sitz der Adelsfamilie von Arnim, ist Stützpunkt der Ausfahrt. Nicht nur Berliner und Brandenburger, auch Schlepperfreunde aus der Ostsee-Region, von der Insel Sylt und vom Niederrhein haben sich angemeldet.

Alles ist für die Ankunft der Schlepperfreunde vorbereitet: Das Material für alle Teilnehmer liegt eingetütet bereit, die Vorfrau wartet auf die Ankommenden.

Auf der Restaurant-Terrasse läßt es sich bei kühlen Getränken gut auf die Ankunft der Freunde warten. Die Runde wächst ständig, immer mehr Tische und Stühle werden zusammengestellt.

Der Bürgermeister ist gekommen, um alle Teilnehmer im Boitzenburger Land herzlich

zu begrüßen. Er gibt kurze Informationen über das Schloß und seine Gemeinde und beantwortet diverse interessierte Fragen. 

Für das gemeinsame abendliche Buffet ist im roten Salon eine Tafel festlich gedeckt. Inzwischen haben die meisten Schlepperfreunde auch richtig Hunger.

Nach dem Essen stehen oder sitzen die Schlepperfreunde noch lange in kleinen Gruppen zusammen, bis die Müdigkeit auch die Ausdauernden in die Betten treibt. Die Traktoren stehen derweil gut aufgehoben auf dem Schloßhof.

Sonnabendmorgen: Bei "Kaiserwetter" versammeln sich die Schlepperfahrer nach dem Frühstück zur Fahrerbesprechung. Unter Führung von Achim, unserem Berliner Freund mit Zweitwohnsitz in der Uckermark, wird es zu seinem Anwesen in Metzelthin gehen.

Auf Feldwegen geht es quer durch das Boitzenburger Land: Zunächst über eine Hochfläche mit langgezogenen Hügeln, vorbei an weiten Kornfeldern, in denen Klatschmohn und viele andere Sommerblumen blühen.

Die Landschaft ist abwechslungsreich: In den Senken gibt es Feuchtgebiete mit Schilf und des öfteren schimmern Wasserflächen durch die Bäume. Beim Dorf Warthe gibt es einen Zwischenstop an einem See mit kristallklarem Wasser, der zum Baden einlädt.

Am Hof von Achim werden Ackergeräte und Anhänger mit Fourage abgeholt. Alle bekommen von der Hausherrin Martina willkommene Erfrischungsgetränke gereicht.

Die letzten rund vier Kilometer bis zum Tagesziel geht es auf teilweise recht tief ausgefahrenen Forstwegen durch den Wald in Richtung Gandenitz.

Am Waldrand bei Gandenitz liegt Achims brachliegender Acker, auf dem die Berliner Porsche-Diesel-Freunde einmal ausprobieren dürfen, ob ihre Fahrzeuge für die Landwirtschaft wirklich taugen. Fleissige Helfer bereiten alles für das Acker-Picknick vor.

Der Örtlichkeit entsprechend gibt es zu Mittag Deftiges aus dem Planwagen: Würstchen mit Kartoffelsalat. Die  selbstgebackenen Kuchen werden später serviert.

Frank hat seinen Holz-Spalter mitgebracht und an seinen Standard angeschlossen. Ein Stapel Birkenstämme soll für Achim zu Brennholz hergerichtet werden. Einige schauen nur zu, andere probieren es aus, aber die Arbeit wird geschafft.

Pflügen und Mähen stehen auch auf dem Programm. Es ist gar nicht so leicht, eine saubere gerade Furche über den Acker zu ziehen. Gert aber ist total begeistert, wie toll der Mähbalken an seinem Junior funktioniert.

Aber nicht alle sind versessen auf landwirtschaftliche Aktivitäten: Manche halten ein Pläuschchen, manche ein Schläfchen. Gut, wenn ein Schlepper auch für so etwas ausgerüstet ist.

Die Rückfahrt von Metzelthin führt direkt zu den Ruinen des ehemaligen Zisterzienser-Nonnenklosters in Boitzenburg. Die Schlepper dürfen mit Genehmigung des freundlichen Bürgermeisters vor dieser schönen Kulisse aufgestellt werden.

Der Alt-Müller der Boitzenburger Klostermühle, in der seit dem Mittelalter bis in die jüngste Vergangeheit gemahlen wurde, erklärt den technikbegeisterten Schlepper-freunden die Geheimnisse seines Berufs auf recht unterhaltsame Art.

Nach einer ganzen Lehrstunde in der Klostermühle schmeckt das erste Feierabendbier unter dem lauschigen Grün der Klosterschänke besonders gut. Hier wird abgewartet bis der Holzkohlengrill seine optimale Glut entwickelt hat.

Das Warten fällt schwer, wenn man Hunger hat. Doch der Wirt der Klosterschänke hat ein schönes Buffet für uns hergerichtet und läßt es sich nicht nehmen, die vielen Fleischsorten für uns auf den Punkt zu grillen.

Alle werden satt und bei einem Bier oder einem Glas Riesling gibt es angeregte Unterhaltungen. Die Stimmung ist gut, weil das Wetter bislang gehalten hat. Später, nach dem Umzug in das Schloßrestaurant, als alle beim "Absacker" auf der geschützten Veranda zusammensitzen, beginnt es zu regnen. Welch Timing!

Der nächtliche Regen ist vorbei und die Sonne kämpft sich am Sonntagmorgen wieder erfolgreich durch die Wolken. Gute Aussichten für die zweite Tour, die nach Norden bis an die vorpommersche Grenze führen wird.

Tagesziel ist das im Aufbau befindliche Technikmuseum in Fürstenau, deren Gründer uns freundlich begrüßen. Naturgemäß liegt der Schwerpunkt der Sammlung auf den technischen Produkten der DDR und der ehemaligen Ostblock-Staaten.

Wer einen "P 144" besitzt, kann doch auch einen "dutra" fahren, oder? Volker läßt sich das Angebot von den freundlichen Leuten des Technikmuseums nicht zweimal machen, steigt sofort auf den Bock und dreht mit dem Ungetüm eine Platzrunde. 

Bei der Rückfahrt nach Boitzenburg nimmt die Bewölkung zu und es weht eine steife Brise über das weite Land. Daumen drücken, daß die Ausfahrt ohne Regen zu Ende geht!

Alles geht gut! Kein Regen! Die Veranstaltung geht dem Ende zu. Vor der Abreise gibt es noch eine Kartoffelsuppe - und gute Ratschläge über die beste Route nach Hause.

Die schönste Abschiedsrede hält unser Ehrenmitglied Heinrich Niederholz, der die lange Anfahrt vom Niederrhein nicht bereut hat, um wieder zusammen mit seinem Freund Bernd an einer Ausfahrt der "Berlin-Brandenburger" teilzunehmen. 

                                        Text und Fotos: Nietruch (C) - 21. Juni 2013

Info
PORSCHE-DIESEL Club Europa e.V.

Edisonstraße 25a
D-28357 Bremen / Horn-Lehe

Tel.: +49 421 27 81 98 19
Fax.: +49 421 27 81 98 29

Druckansicht Druckansicht