20-jähriges Jubiläum Zell am See 2016

Das Jahr des 20-jährigen PDCE-Jubiläums endete mit dem erwarteten Höhepunkt: dem Herbsttreffen in Schüttdorf bei Zell am See. Bei der III. PDCE-Großglockner-Meisterschaft meinte der Wettergott es gut mit den rund 120 Porsche-Schlepper-Crews, die alle wohlbehalten und glücklich am Ziel ankamen.  Beim Abstecher auf das Kitzsteinhorn zeigte der Winter dann eindrucksvoll, dass mit ihm demnächst ernstlich zu rechnen sei.  

 

Wer sich für die genauen Ergebnisse der III. PDCE-Großglockner-Meisterschaft interessiert, findet diese im folgenden Link

Das Schüttgut der Familie Porsche mit dem nahe gelegenen Hotel Latini war Mittelpunkt der großen Jubiläumsveranstaltung in Zell am See. Rekord: Über 120 Schlepper mussten diesmal auf dem Fahrweg vor der Halle Platz finden. Viel mehr dürfen es nicht werden.

Die "große Ausfahrt" mit der Großglockner-Meisterschaft ist eine echte Herausforderung für die Organisation, aber auch für Mensch und Technik. Am Morgen liegt nächtlicher Tau auf den Schleppern, wettermäßig ein gutes Zeichen. Alles wartet erwartungsvoll auf das bekannte Startzeichen.

Der Morgennebel hat sich gelichtet, als die weit über hundert nachtkalten Motoren angelassen werden. Dieselgeruch und einige Rußwolken erfüllen die Luft. Es geht pünktlich und geordnet auf die Tour in Richtung Fuscher Tal und Großglockner-Hochalpenstraße.

Von der Polizei sicher durch den morgendlichen Verkehr an der Salzach-Fernstraße vorbei geleitet, ist bald das idyllische Seitental erreicht, das über Fusch und Ferleiten in das Herz des Nationalparks "Hohe Tauern" mit dem Glockner-Massiv führt.

Das Hinweisschild verrät es: der Wettergott meint es wieder einmal sehr gut mit uns. Die Hochalpenstraße ist offen und der Gleichmäßigkeitsprüfung bei der III. PDCE-Großglockner-Meisterschaft steht nichts mehr im Wege. 

An der Mautstation bei Ferleiten erfolgt die Zeitnahme für die Gleichmäßigkeitsprüfung durch das seit langem bewährte Bremer Team. Im Minutenabstand gehen die Schlepper auf die steile und kurvenreiche Teststrecke

Unterwegs gibt es immer wieder kleine Wettrennen und wilde Überholmanöver, weil der Ehrgeiz einige Schlepperfahrer antreibt, ihren Maschinen Leistungen abzuverlangen, für die sie eigentlich nicht konstruiert wurden.

Die Motorkraft alleine macht es allerdings nicht. Auch ein schwacher Junior, richtig gefahren, schafft es - sogar mit einem Mehrzylinder im Schlepp - bis in das Ziel  am Fuscher Törl auf 2.430 Meter Seehöhe. 

Am Restaurant "Fuschertörl" dominiert die Farbe "karminrot". Böiger Südwind fegt über den Pass. Am Hauptkamm hat sich die typische "Föhnmauer" gebildet. Dieser Föhn wird heute noch dafür sorgen, dass alle trocken nach Hause kommen.

Das - fast nächtliche - Frühstück im Latini ist lange vorbei. Deshalb sind die vorbestellten Schnitzel in den heimeligen Räumen des Restaurants "Fuschertörl" und die ausgiebige Rast mit den angeregten freundschaftlichen Gesprächen sehr willkommen.  

Die ganz Harten nutzen die Mittagspause auch für den ultimativen Abstecher auf die 2.571 Meter hohe Edelweißspitze. Höher geht es jetzt nur noch mit Bergstiefeln, Steigeisen und Eispickel. Glückliche Gesichter, wenn der Schlepper alles gepackt hat!

Nach jedem "Gipfel" folgt ein Abstieg: Pünktlich rollen die Schlepper zurück auf die Nordrampe der Großglockner-Hochalpenstraße, die sich in zahlreichen Kurven in das Gelände einschmiegt. Vis-à-vis die Gletscher und Gipfel der Hohen Tauern.

Bei der Talfahrt bieten sich immer wieder imposante Ausblicke auf die Ostabstürze des Wiesbachornmassivs und das tief darunter eingeschnittene Fuscher Tal. Schnell und problemlos rollt die Treckerkolonne hinunter über Ferleiten nach Bruck an der Salzach.

Das kleine Restaurant am Flugplatz von Zell verwöhnt mit hausgemachtem Topfen- und Apfel-Strudel und österreichischen Kaffee-Spezialitäten. Die hübschen Mädchen vom Service erleben solchen Ansturm von über zweihundert Gästen wohl nicht oft.  

Abends werden die Gondeln der Areitbahn für uns angeworfen. Sie entführen uns in ein wunderschönes alpines Ambiente mit hervorragender Gastronomie. Ein krönender Abschluss eines schönen und erfolgreichen Tourentags: gute Laune überall!

Der "Tag Nummer 2" beginnt - wie vorhergesagt - etwas feucht. Doch bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Ausrüstung. Also geht es völlig unverzagt mit wasserdichtem Outfit an den Start - alles wie gehabt.

Nach kurzer Fahrt geht es über die Salzach und in das enge Kapruner Seitental hinein. Viele Freileitungen verraten, dass hier ein Zentrum der österreichischen Wasserkraft-Industrie liegt: die Verbund-Pumpspeicherwerke mit den  Speicherseen Moser- und Wasserfallboden.

Gleich hinter Kaprun liegt das Winter- und Sommerskigebiet des Kitzsteinhorns, das über mehrere Luftseilbahnen touristisch erschlossen ist. An der Talstation werden unsere Schlepper ordentlich aufgestellt. In kleinen Gondeln entschwinden wir dann grüppchenweise in die Wolken. 

Auf der Mittelstation empfängt uns der Winter. Durch Schneegestöber stapfen wir den kurzen Weg in das warme, stylische Bergrestaurant "Gletschermühle", in dem wir unsere Mittagspause verbringen werden.  Übrigens: die Glocknerstraße ist heute neuschneebedingt gesperrt worden. Glück gehabt - oder?? 

Auch wenn's draußen schneit und weht, in der "Gletschermühle" sorgen das deftige Mittagsessen und die zünftigen Pinzgauer Volksmusikanten für gute Stimmung. Das lässt die fehlende Fernsicht auf den Kitzsteinhorn-Gipfel fast vergessen,

Nach dem Abstecher in den hochalpinen Schnee rollen die Schlepper längs der Salzach durch die schöne offene Auenlandschaft des Pinzgaus. Zwischenziel: Kaffee und Bauernkuchen auf einem Bio-Hof. Das leichte Nieseln bringt dank guter Bekleidung niemanden aus der guten Laune.

Beim Festabend garantieren das hervorragende Büffet und die gute Weinauswahl für beste Stimmung und allgemeine Zufriedenheit. Launige Ansprachen einiger Festredner sorgten für reichlich Schmunzeln. Das Beste: die Ansage von Dr. Wolfgang Porsche, sich im Jahr 2021 hier wieder zu treffen. 

Ende gut, alles gut! Der PDCE-Präsident Harald S.Stegen und der Verwalter des Schüttguts Christoph Schernthaner sind offensichtlich sehr zufrieden über die gelungene Abschlussveranstaltung des Jubiläumsjahrs 2016, die beide mit ihren Teams vorbereitet und durchgeführt haben.

Aber auch die Teilnehmer sind fröhlich und bester Laune und wollen überhaupt nicht ins Bett gehen: eine tolle Ausfahrt, keinerlei Probleme, alles hat gut geklappt, bis zum Schluss beim aller-aller-allerletzten Absacker ein absolut harmonisches Treffen.

Bei jedem Treffen auf dem Schüttgut ein wichtiges Zeremionell: Die PDCE-Mitglieder gedenken zusammen mit dem Gastgeber, Dr. Wolfgang Porsche, dem genialen Konstrukteur Ferdinand Porsche, ohne den ihr geliebtes Hobby, die Leidenschaft für die PD-Schlepper, nicht möglich gewesen wäre.

Alle PDCE-Schlepperfreunde hatten bei dieser Gelegenheit die Möglichkeit, sich beim Präsidenten für die Organisation der Veranstaltung und beim Hausherrn für die auf dem Schüttgut gewährte Gastfreundschaft zu bedanken.

                                

Nietruch (C) - 03.10.2016

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