Boßeln der Nordlichter 2014

 

 

 

 

 

 

Stefan hat wieder für jeden Teilnehmer einen Button mitgebracht, inzwischen ein beliebtes Sammelobjekt in der Szene.

Der Kohlkönig Hans-Dieter hat zum Boßel-Turnier nach Wremen in den Marschenhof eingeladen. Der kleine Ort liegt gleich hinter dem Deich der Außen-Weser, wenige Kilometer nördlich von Bremerhaven. 26 Porsche-Diesel-Freunde aus Nah und Fern stellen sich dem fröhlichen Wettbewerb.

Wir haben das Glück, einen Blick in eines der größten Container-Terminals Europas werfen zu können. Hier werden an 365 Tagen rund um die Uhr Waren aus Übersee gelöscht und per Bahn, per Lkw und auf dem Wasserweg umgeschlagen.

Der Chef selbst nimmt sich die Zeit, den aufmerksamen Zuhörern interessante Details über die eindrucksvolle Entwicklung des globalen maritimen Güterverkehrs zu erläutern, ein leckeres Kuchenbuffet rundet den kleinen Ausflug auf das Angenehmste ab.

Hart an der Wasserkante, gleich hinter dem Container-Terminal soll der Wettkampf der beiden Mannschaften starten.  Der Wettkampfleiter und der gastgebende Boßelkönig

bei der Strategiebesprechung.

Schnell sind die Mannschaften eingeteilt. Eine steife Brise aus Südwest wird als Rücken-

wind den Boßelkugeln auf dem schmalen asphaltierten Weg zusätzlichen Drive geben, wie sich schnell herausstellen wird. "Rot" darf beginnen, "Grün" muss warten!

Um die Nervosität vor dem Start zu bekämpfen und den Kämpfern eine sichere Hand

zu verleihen, gibt es landestypische Dopingmittel, die jedoch nach dem Reglement dieser norddeutschen Sportart ausdrücklich zugelassen sind.

Für die rote Mannschaft läuft es richtig gut: Bereits nach wenigen Würfen liegt sie deutlich in Führung. Da werden sich die "Grünen" mächtig anstrengen müssen, um auf diesem hohen Niveau mithalten zu können.

Als Volker an der Reihe ist, legt er seinen ganzen Ehrgeiz in den Wurf. Mit einmaligem Erfolg: Die grüne Kugel gerät auf ihrem Lauf nach links in die Steine und vollführt dort mehrere hohe Sätze auf der Uferbefestigung.

Die Kugel ist weg!! Grüne Farbsplitter an den Steinen beweisen, dass sie über die steile basaltbefestigte Böschung im brackigen Weser-Wasser gelandet ist. Da hilft auch kein Suchhund mehr, Pockholz schwimmt nicht! Das Turnier ist vorerst zu Ende.

Doch perfekte Organisation ist alles: Es gelingt, eine Ersatzkugel aufzutreiben und nach einer Kaffee- und Kuchen-Pause kann das Turnier fortgesetzt werden, vorsichtshalber auf einer etwas weniger riskanten Piste. Volker muss sich allerhand anhören.

So sehen Sieger aus! Nach gut vier Kilometern ist das Ziel in Wremen erreicht. Auch wenn das Ergebnis erst später offiziell verkündet wird, die rote Mannschaft war heute erkennbar besser. Doch die Unterlegenen nehmen es sehr gefasst auf.

Die frische Luft hat für Appetit gesorgt, und alle freuen sich, als der Grünkohl und die Platten mit zartem Kassler, deftigem Bauchfleisch und knackigen Würsten auf den Tisch kommen. Das deftige Essen verlangt aber dringend nach Verdauungshilfen.

Der Präsident dankt dem scheidenden Kohlkönig Hans-Dieter für die gute Organisation des Boßel-Turniers 2014 und beruft seinen Nachfolger: Es ist Hans-Henning aus Seesen, der das Boßeln 2015 ausrichten darf. Anschließend wird noch sehr lange gefeiert.

Nachtrag: Am Montag hat Hans-Dieter bei Niedrigwasser (volkstümlich "Ebbe" genannt) die grüne Kugel wiedergefunden und aus dem Schlick befreit. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

Text und Fotos: Nietruch

 

 

 

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