1. Workshop "Lackierung"

>> Niederrhein >> Technik >> Lackierung

Vom 06.Januar 2004, Rainer A. Wingenter

 

Fachgerechte Anwendung von speziellen Lackmaterialien

 

Resume aus unserer Fachberatung und Diskussion „Lackierung“

 

Für eine optimale Oberfläche sollte man 2K-Acrylsysteme verwenden. 2K-Acryllacke zeichnen sich durch gute Widerstandsfähigkeit, Wetterbeständigkeit, höhere Resistenz gegen Lösemittel oder z.B. Treibstoffe aus. Beste Möglichkeiten im Finishbereich wie z.B. das Ausschleifen von evtl. Lackläufern oder Auspolieren von kleinen Macken.

 

Wenn man von alten Lacken oder alte Lackierungen spricht, sind meist sogenannte Kunstharzlacke, Thermoplastische Lacke oder Nitrolacke gemeint. Diese Lacke waren oft im Einsatz vor ca. anno 1980. Das heißt aber nicht, dass vor 1980 nur solche Systeme verarbeitet wurden.

 

Um festzustellen, um welche Lackart es sich bei den Altlackierungen handelt hilft oftmals ein einfacher Lösemitteltest. Speziell bei Thermoplastischen Lacken und Nitrolacken benetzt man einen Lappen mit einer Verdünnung und reibt über eine Stelle der Altlackierung, Löst sich der Lack an, handelt es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um die 2 genannten Lackarten.

 

Wenn z.B. eine zu lackierende Fläche, die noch mit alten Lackiersystemen auf Basis Kunstharz, Tthermoplastische Lacke oder Nitrolacke beschichtet ist, ist es nicht immer notwendig, den Altlack komplett zu entfernen. Eine Abisolierung mit Epoxydharzfüller ist hier die zeitsparendeste und preiswerteste Methode.

 

Um einen problemlosen Lackaufbau auf 2K-Acrylbasis zu gewährleisten, sollte der Untergrund von Altlacken befreit werden. Denn selbst kleine Restlacke auf der Basis von Kunstharzlacken, Thermoplastischen Lacken oder Nitrolacken lassen die Folgebeschichtung aufquellen. Denn die alten Lacksysteme sind in der Fachsprache reversibel ( anlösbar )

 

Auf aufgeschliffene, blanke Metalle oder Spachtelflächen ist eine Grundierung oder Grundierfüller aufzutragen.. Eine Grundierung oder Grundierfüller auf Epoxydharzbasis ist für nahezu alle Untergrunde durch seine sehr gute Haftung und Isoliereigenschaften eine sicheres System.

 

Es ist darauf zu achten, dass die als Isolierschicht dienende Grundierung oder Füller bei dem Anschliff für die Endlackierung nicht aufgeschliffen wird. Aufgeschliffene Stellen müssen wieder abisoliert werden.

 

Für die Lackierung auf Alluminium ist der Einsatz von dafür vorgesehenen Grundierungen zu beachten!!! Das sind säurehärtende Materialien, die als Haftgrund dienen. Diese Materialien müssen völlig durchgetrocknet sein ca. ( 10 –20 Minuten bei etwa 20 Grad ). Erst dann dürfen weitere Folgebeschichtungen durchgeführt werden.

 

Vor jeder Beschichtung muss ein Zwischenschliff erfolgen. Der letzte Schliff vor der Endlackierung sollte nicht gröber als Körnung 400 er. sein. Endlackierung auf Basis 2K-Acryl.

 

Das von den Herstellern angegebene Mischungsverhältnis der einzelnen Komponenten muss zwingend eingehalten werden. Keinesfalls mehr oder weniger Härter dem Stammlack zugeben.

 

Die meisten Lackhersteller führen eine große Produktpalette von Lacken mit einer Vielzahl von Farbtönen für den Bereich LKW und Industrielackierungen. Diese Lacke sind preiswert und als robuste Materialien sehr gut einsetzbar. Auch für den Nichtprofi, mit etwas Übung gut zu verarbeiten.

 

Wir wünschen allen Anwendern ein gutes Gelingen.

 

Mit freundlicher Unterstützung

 

Lackierermeister Enzo Piazza Lackierfachbetrieb – Unfallinstandsetzung

Fa. CAR-LACK Dinslaken + Wesel