Haidhof September 2012

Die IV. Porsche-Diesel-Parade des PDCE auf dem Haidhof in Wertheim

 

 

Als im September 2000 in Sydney die 27. Olympischen Sommerspiele begannen, waren mehr als 10.600 Athleten in den australischen Austragungsort angereist.

 

Im  Vergleich dazu  waren die etwa  100 Teilnehmer der 1. Porsche-Diesel-Parade, die sich zur selben Zeit mit ihren  30 Porsche-Traktoren auf dem Haidhof einfanden,  eine überschaubare - ja eher familiäre Gruppe. Der Porsche-Diesel Club zählte zu dieser Zeit - 4 Jahre nach seiner Gründung -  noch keine dreistellige Mitgliederzahl.

 

Die Veranstaltung auf dem Anwesen von Dr. Wolfgang Porsche beinhaltete samstags eine Bewertung der Fahrzeuge mit einer kleinen Ausfahrt und einem Geschicklichkeitskurs im Anschluss, einem Oktoberfest am Abend sowie Brunch und Pokalverleihung am Sonntagvormittag.

 

Da die Teilnehmer vom Verlauf dieses Oktober-Wochenendes vor 12 Jahren so sehr begeistert waren, fasste der Vorstand den Entschluss, alle 4 Jahre – immer im Jahr der Sommerolympiade- eine solche Porsche-Diesel Parade zu veranstalten.

 

 

Nachdem bei den Paraden in den Jahren 2004 und 2008 die Teilnehmerzahl und die Anzahl der Traktoren stets deutlich angestiegen waren, stand im Jahr 2012 für die Region Frankfurt-Spessart die Herausforderung der Organisation der   4. Porsche-Diesel-Parade an.

 

Erstmals waren mit An- und Abreise 4 Tage eingeplant, an denen 2 Ausfahrten stattfinden sollten.

 

Zwar ist die Mitgliederzahl  inzwischen auf knapp 900 angewachsen; jedoch fanden 2011 und 2012 bereits einige andere, sehr reizvolle PDCE-Groß-Veranstaltungen am Großglockner,  im Norden und in Südtirol statt, weshalb  die Einschätzung der zu erwartenden Anmeldungen im Vorfeld sehr schwierig war.

 

Freundlicherweise hatte uns Dr. Wolfgang Porsche  wieder mit unseren Traktoren auf den Haidhof nach Wertheim eingeladen.  Da aber auch die Lokalitäten und die Verköstigung der Traktoristinnen und Traktoristen zur Mittags- und Kaffeezeit bei den Ausfahrten eine zentrale Bedeutung haben, mussten hier zuerst in erreichbarem Radius  geeignete Möglichkeiten gesucht werden, die auch gastronomisch in der Lage sind, eine solche Gruppe in kurzer Zeit zu bewirten. Diese Auswahl ist unserem Vormann Wolfgang Schneider und seiner Familie sehr gut gelungen. 

 

Als die Distelhäuser Brauerei und die Papiermühle Homburg als Ziele festgelegt waren, begann unter der Regie des ortskundigen Dr. Falk Braunschweig die Routenplanung und erste Erkundung. Leider gab es hierbei ein Missgeschick, bei dem Falk und Wolfgang noch lange der Schreck in den Gliedern saß  und welches  an Falks Junior ein paar sichtbare Blessuren hinterließ. Glücklicherweise war aber alles gut gegangen und dabei die Erkenntnis gewonnen, dass der beabsichtigte Weg doch etwas zu schmal und zu steil für die Tour sein sollte. Der Junior wurde mit vereinten Kräften an einem Sonntag in der heimischen Garage „wieder in Form“ gebracht…

 

Nach Abschluss der finalen Routenplanungen trafen wir uns  dann mit 6 Traktoren im Juni, um die Strecken „in Echtzeit“ abzufahren. (Siehe Bericht auf der Seite der Region Frankfurt-Spessart unter www.porsche-diesel-classic.de/index.php )

 

In den Wochen nach dieser Fahrt  wurden noch etliche E-Mails ausgetauscht und Telefonate geführt, um das „Feintuning“  der Streckenführung vorzunehmen und vor allem, um mögliche Gefahrenstellen zu identifizieren und möglichst mit geeigneten Mitteln zu entschärfen, denn ein aktiver Eingriff in die Verkehrsregelung ist „nicht autorisierten Personen“ nach der Straßenverkehrsordnung nicht gestattet.

 

 

Anfang September, eine Woche vor Beginn der Porsche-Diesel Parade, hat Falk Teile der Strecke glücklicherweise nochmal mit dem Fahrrad unter die Räder genommen und musste dabei mit Schrecken feststellen, dass auf einem geplanten Teilstück bei Wenkheim plötzlich ein großes Loch ausgebaggert war, und der Weg nicht passierbar war. So musste er kurzfristig nach einer Ausweichroute suchen, die sich am Ende als die schwierigste Passage der ganzen Strecke entpuppte- führte sie doch lange steil bergab über einen feuchten und lehmigen Wiesenweg, was den Fahrern später einiges an  Geschick und Mut abverlangte, um nicht ins Rutschen zu kommen.

 

 

Nachdem am Donnerstagabend, dem 13.September, fast alle der gemeldeten 113 Teilnehmer mit ihren 65 Traktoren eingetroffen und angemeldet waren, wurde der Abend individuell gestaltet, da man in verschiedenen Hotels in Wertheim Übernachtungen gebucht hatte.

 

Am Freitagmorgen – noch war es neblig und feucht- trafen wir uns bereits um 8:30 Uhr auf dem Haidhof um pünktlich um 9:00 Uhr wie geplant zu starten.

 

Falk als Streckenpionier mit oranger Weste vorneweg, dahinter zwei Porsche-Diesel Super mit Raimund und Jan am Steuer. Diese beiden sollten später zusammen mit Klaus und Winfried die Streckensicherung übernehmen. Samstags hat uns dann freundlicherweise auch Karl-Heinz noch mit seinem Super 308  dabei unterstützt.

 

Kaum losgefahren, zogen die Wolken beiseite und die Sonne begleitete mit ihren wärmenden Strahlen den roten Tross. Oberhalb der Mainschleife ging es auf einem Nebenweg einige Kilometer voran, bevor wir links abbogen. Teils recht steil bergab schlängelten wir uns durch das enge Dorf Urphar, um dort dann nach rechts auf die Kreisstraße einzubiegen.

 

Hier stand bereits das erste „Sicherungsfahrzeug“, ein mit Rundumleuchte und Warnblinklicht ausgerüsteter Traktor. Der Verkehr wurde so entschleunigt und gewarnt, und während sich die Fahrzeugführer meist zum Anhalten entschieden, konnte die Porsche-Diesel Schlange ungehindert abbiegen. Nachdem die Kolonne vollständig passiert hatte, reihte sich das erste Sicherungsfahrzeug hinten ein. Dieses Spiel wiederholte sich an den nächsten Abzweigen oder Kreuzungen im Verlauf der Strecke, bis alle Sicherungsfahrzeuge am Ende der Kolonne fuhren.

 

So ging es weiter über verkehrsarme Straßen und asphaltierte Wege nach  Dietenhan-Kembach-Neubrunn und Brunntal  bis nach Großrinderfeld.  Trotz der wärmenden Sonne im Rücken ließen sich erste Gelbfärbungen an den Bäumen nicht verhehlen; die bestellten Felder ringsum waren untrügliche Vorboten auf den bevorstehenden Herbst!

 

Während die Kolonne nun einen Höhenzug erklomm, bogen die beiden Super und ein Junior mit den „orange-bewesteten Besatzungen“ nach rechts auf die Kreisstraße ein, und diese gaben Vollgas.

 

Vom Berg aus konnte man beobachten, wie zwei Porsche-Diesel mit Höchstgeschwindigkeit auf der parallel verlaufenden Landstraße davonbrausten und den kleinen Junior chancenlos zurückließen.

 

 

Kaum hatte die Kolonne die nächste Abbiegung und Überquerung erreicht, standen die  beiden Schlepper mit Warnleuchten wieder bereit und ermöglichten ein sicheres  Befahren und zügiges Überqueren der Kreisstraße für den Traktor-Lindwurm.

 

Die nächste Pinkelpause wurde dann genutzt, um die Sicherungsfahrzeuge wieder nach vorne zu ziehen.

 

Pünktlich zur Mittagszeit erreichten wir nach etwa 45 Kilometern Fahrtstrecke die „Distelhäuser Brauerei“ in Distelhausen.

 

Auf einem eigens für uns reservierten Parkplatz die Fahrzeuge aufgestellt und die Porsche-Diesel-Flagge gehisst, ging es zum Mittagstisch. Freundlich wurden wir vom Braumeister und Geschäftsführer Roland Andre empfangen und begrüßt. Gerne hätten wir ja auch alle angebotenen 18 Biersorten verkostet und auch die Brauerei besichtigt; doch es gab für die Fahrer nur alkoholfreies Bier und die Zeit war zu knapp, um einen Brauereirundgang zu machen. Kaum war das leckere Mittagessen verzehrt, saß Falk schon wieder auf seinem Traktor und trieb zur Abfahrt an.  Durch Tauberbischofsheim mussten wir uns nun erstmals durch städtisches Verkehrsgewühl kämpfen, was aber aufgrund der postierten Leitfahrzeuge sehr gut ablief. Kein Fahrzeug ging verloren oder bog falsch ab- trotz mehrfachen Abrisses der Kolonne an den verschiedenen Ampeln mit längeren Rot- Phasen. Immer wieder säumten Zuschauer den Straßenrand, und es wurde eifrig fotografiert und gewinkt. Das rote Band der Sympathie war wieder unterwegs…

 

Über ländliches Gebiet, Nebenstrecken und asphaltierte Feldwege entlang von bereits bestellten Feldern  fuhren wir nach Hochhausen-Eiersheim und Uissigheim.

 

Auf manchen Äckern waren noch Großtraktoren beim Pflügen oder Grubbern unterwegs und mancher Bauer hielt einen Moment an, um sich die Schlange der roten Porsche Traktoren anzuschauen.

 

 

In Külsheim, der „Stadt der Brunnen“, legten wir eine Kaffeepause ein.

 

Der Parkplatz vor dem Rathaus war für unsere Traktoren eigens abgesperrt worden, und drinnen im Saal erwartete uns bereits Kaffee und Kuchen. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister Thomas Schreglmann und einigen Erläuterungen über die Stadt Külsheim,  genossen wir den heißen Kaffee und den leckeren Kuchen der Külsheimer Bäcker.

 

Unterdessen wurden unsere Traktoren von vielen interessierten Passanten begutachtet. Den Satz eines älteren Zuschauers „…mir hen au amal so en Porsche gehett“ hörte mancher an diesem Tag nicht zum ersten Mal!

 

 

Kurz nach 16:00 Uhr rollten die Traktorräder schon wieder, um die letzten knappen 20 Kilometer zurück zum Haidhof zu bewältigen.

 

Pünktlich um 17:15 Uhr- genau wie es die Zeitplanung von Falk Braunschweig vorgab- waren wir wieder zurück auf dem Haidhof angekommen.

 

Die Schlepper wurden abgestellt und das „Personal“ entfernte sich eiligst zu den Unterkünften, um sich den Dieselruß aus dem Gesicht zu waschen und die Kleidung zu wechseln…

 

 

Ab 19:30 Uhr wurde eine rustikale Brotzeit in der ausgeräumten Fahrzeughalle auf dem Haidhof gereicht. Die Halle war zuvor durch Unterstützung von Familie Stang und einigen Mitgliedern des PDCE nett dekoriert und die Tische eingedeckt worden.

 

Das Catering übernahm, wie bei den Veranstaltungen zuvor auf dem Haidhof, die Metzgerei Eisenhauer in Wertheim. Frau Eisenhauer ist selbst Mitglied im PDCE  und hat noch einen Porsche-Diesel Junior im Einsatz.

 

Bei einem schmackhaften rustikalen Imbiss und vielen netten Gesprächen verging die Zeit wie im Flug, doch die 95 Kilometer lange Tour des Tages forderte ihr Tribut, weshalb sich die meisten nicht allzu spät in ihre Quartiere trollten.  

 

 

Am Samstagmorgen ging es für die meisten Teilnehmer  dann etwas gemächlicher los- insbesondere  für die, die den Weg ins Bett  am Vorabend doch nicht gleich gefunden hatten oder in der Hotelbar hängengeblieben waren.

 

Unterdessen hatte die fünfköpfige Jury die schwierige Aufgabe, alle Traktoren zu bewerten.

 

Da hierzu nur die Notenskala von 1-5 zur Verfügung stand und es drei Kriterien wie Gesamteindruck, Originalität und Funktionalität zu bewerten galt,  war dies kein leichtes Unterfangen!

 

Insgesamt ist die Anzahl an sehr schön restaurierten Fahrzeugen in den letzten Jahren stark angestiegen und ein guter erster Gesamteindruck bei den meisten Fahrzeugen zweifelsohne gegeben.

 

Oft sind es aber  die unrestaurierten, weniger glänzenden und auch mal etwas verbeulten Fahrzeuge, die zwar im ersten Eindruck etwas weniger ansprechend sind –dafür aber  meistens den besten Originalzustand aufweisen und ihre Lebensgeschichte zeigen.

 

Für Verwirrung bei den Juroren sorgte bei einigen Fahrzeugen die noch von der Großglockner PD- Weltmeisterschaft 2011 angebrachten Startnummern, weshalb ein zweiter Durchgang der Jury notwendig wurde um auch die richtigen Startnummern zu notieren!

 

 

Gegen 11:00 Uhr starteten wir die Motoren und recht zügig ging es voran. Entlang von Obstbaumwiesen, deren Zweige sich unter der Last von roten, grünen und gelben Äpfeln bogen, tuckerten wir in Richtung Homburg. Überall waren fleißige Menschen mit der Apfelernte oder dem Auflesen von Fallobst beschäftigt – doch ließen sie es sich nicht nehmen, ihre Arbeit zu unterbrechen und die vorbeiziehende Karawane mit freundlichem Winken zu grüßen. Selbst ein im Arbeitseinsatz verblasster Porsche Junior mit einem voll Äpfel beladenen Anhänger wurde auf einer Wiese unter Bäumen gesichtet.

 

 

Nach etwa 20 Kilometern erreichten wir  unser Ziel, die Papiermühle in Homburg am Main. 

 

Die aus dem 17. Jahrhundert stammende Mühle wurde von 1853 bis 1975 von der Familie Follmer geführt und dann stillgelegt. 1997 wurde sie nach umfangreicher Sanierung als Museum eröffnet und 1999 um eine Manufaktur erweitert, die heute wieder feine Büttenpapiere herstellt.

 

Der in der fünften Generation als Papiermacher tätige Johannes Follmer empfing uns im Hof der Mühle und gab einen kurzen  Abriss über die Historie der Mühle. Im Anschluss daran teilte sich die Gruppe auf, Herr Follmer bot nacheinander drei Führungen an, die jeweils eine halbe Stunde dauerten. Dabei konnten wir einen Eindruck in die Papierherstellung des Mittelalters gewinnen, begleitet von praktischer Vorführung. Nun wurden auch die Begriffe wie „Büttenpapier“ und „Papier schöpfen“  verständlich. Im Anschluss daran wurde dann die maschinelle Herstellung gezeigt; beeindruckend insbesondere die Siebmaschine, die bereits vor mehr als hundert Jahren zur Gewinnung von Fasern zur Papierherstellung aus Altpapier angeschafft wurde. Auch der „Holländer“, eine Zerfaserungsmaschine für Papierrohstoffe wie Lumpen, Hanf und Baumwolle, hinterließ bleibenden Eindruck. Zum Schluss der Erklärung setze Herr Follmer die gesamte Maschinerie per Elektromotor in Gang und sorgte so für eine eindrucksvolle Vorführung der maschinellen Herstellkette von Papier vor einhundert Jahren.

 

 

Nach der sehr kurzweiligen Führung stellten wir uns in die Schlange, um eine deftige Portion leckerer Nudeln mit Gulasch zu erbeuten. Pikant gewürzt und sehr schmackhaft war ein Getränk dazu natürlich vonnöten!

 

Um 14:15 Uhr wurde die Porsche-Diesel Fahne eingeholt und wir starteten die Motoren.

 

Entlang des Mains ging es nach Lengfurt und von dort über die Mainbrücke nach Triefenstein.

 

Dabei konnte eine Ehrenrunde auf dem Parkplatz einer Zementfirma nicht ausgelassen werden, was die Möglichkeit gab, dass sich die  Fahrzeuge auch mal begegnen konnten und die Gruppe zueinander aufschloß.

 

Über Rettersheim und Kreuzwertheim führte die Route nach Wertheim zurück, wo über die Mainbrücke das bayrische Hoheitsgebiet verlassen und Baden-Württemberg wieder befahren wurde.

 

Entlag des Taubertals fuhren wir bis Reicholzheim und dort rechts ab den Berg hinauf nach Sachsenhausen.

 

Ziel der Etappe war das Dorf Vockenrot, in dem unser Mitglied und Organisator Dr. Braunschweig seinen Wohnsitz hat. An diesem Wochenende feierte der Ort sein 800-jähriges Bestehen und im Rahmen der Feierlichkeiten stellten wir unsere Fahrzeuge am Rande der Festwiese zur Freude der Besucher auf.

 

Im Zelt gab es Kaffee und Kuchen, draußen mühte sich unterdessen ein stark verbeulter und Mitleid erregender Porsche Diesel Junior beim Baumstammziehen mit einem übergroßen Stamm ab. Mit aller Gewalt wollte der Fahrer das riesige Trum Holz bewegen und  gab Vollgas.

 

Nach einem Kabelbrand am Ende seiner Arbeitstage einfach in eine Ecke gestellt, konnte der heutige Besitzer den arg ramponierten Porsche Junior für eine Flasche Schnaps vor der Schrottpresse retten. Als hätte der arme kleine Ferdinand nicht in seinem Leben schon genug geschafft,  so wurde er auch hier noch gnadenlos vorwärtsgetrieben.

 

Doch es wäre kein echter Porsche-Diesel, wenn ihm das wirklich etwas ausgemacht hätte, und so zeigte er, dass er trotz Altersschwäche und starkem Husten immer noch viel Kraft hatte!

 

 

Für die Zuschauer sehr interessant war auch die Vorführung einer Porsche-Hydrostop-Einrichtung am Super 308 von Teilnehmer Raimund Pfannes.  Dieses heute sehr seltene Zubehör wurde früher zum Absatzweisen Vorrücken des Traktors angeboten, ohne dass der Fahrer aufsteigen musste.

 

Dabei spielte die Hydrokupplung des Traktors die zentrale Rolle, die es ermöglicht, bei Leerlaufdrehzahl mit eingelegtem Gang ohne auskuppeln den Schlepper über die Bremse anzuhalten, ohne den Motor dabei abzuwürgen.

 

Mancher staunte ob des führerlosen Traktors auf der Wiese, der wie von Geisterhand gesteuert und gebremst seine Runden über den Acker drehte. Geheimnis des  „Geist“ war der hinterdrein zu Fuß stapfende und die Einrichtung bedienende Raimund…

 

 

Da die Zeit etwas drängte, nutzten wir nach der Kaffeepause eine Abkürzung gegenüber der geplanten Route und rollten eiligst zurück zum Haidhof. Auch den zweiten Tag verbrachten wir trocken und mit Sonnenschein auf der 52 Kilometer  langen Route.

 

 

Zum Festabend fanden wir uns gegen 19:30 wieder auf dem Haidhof ein. Familie Eisenhauer und ihr Team hatte ein fantastisches Buffet aufgebaut, bei dem kalte und warme Leckereien nicht nur ein kulinarischer, sondern auch ein Augenschmaus waren!

 

Nach einer leckeren Suppe begrüßte der Präsident Harald S. Stegen die Gäste noch einmal offiziell und zeigte sich sehr erfreut über die flüssigen Ausfahrten der beiden vergangenen Tage und erwähnte insbesondere die gute Disziplin der Gruppe als auch das zügige Tempo, in dem wir die Strecken mit unseren Traktoren bewältigt hatten.  Hier hat Falk Braunschweig auf dem Leitfahrzeug wohl wieder neue Maßstäbe gesetzt. Für die Zukunft soll die Teilnehmerzahl daher bei Großveranstaltungen des Porsche-Diesel Clubs auch auf 70 Fahrzeuge begrenzt werden, um einen reibungslosen Ablauf zu unterstützen.

 

Danach begrüßte auch der Hausherr Dr. Wolfgang Porsche - der uns übrigens an beiden Tagen auf seinem Porsche-Diesel Junior begleitet hatte - die Gäste und erwähnte insbesondere, dass auch die Gruppe der Traktoren und ihre Besitzer in die große Porsche-Familie gehört, und dass er sich insbesondere über die Bodenständigkeit dieser Mannschaft freut und diese sehr schätzt.

 

 

Nachdem der Hunger ausgiebig gestillt und der letzte Nachtisch vertilgt worden war, folgten  Worte des Dankes  und Ehrungen von Club-Mitgliedern.

 

So wurden Sylvia Schneider und Dr. Falk Braunschweig vom Präsidenten Harald Stegen mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

 

Benjamin Marjanac von der Porsche Clubbetreuung, eigens aus Stuttgart angereist, überreichte Präsent und Anstecknadeln an die Organisatoren und bedankte sich für seine erste Fahrstunde auf einem Porsche-Diesel-Traktor am Freitag. Auch Herr Marjanac hatte uns die beiden Tage auf dem Traktor aus einem „Projekt Junior“  in Bremen begleitet und dabei sichtlich Spaß gehabt.

 

Im Anschluss daran erfolgte die Verleihung der Pokale für die  ausgestellten Traktoren.

 

Wie bereits zuvor gab es etliche kleinere Pokale für die Besitzer der platzierten Traktoren in jeder „Zylinder“-Gruppe und große Pokale für die Plätze 1-3.

 

Der Abend klang dann bei flotter Partymusik von Hagen und Matthias vom  „Duo Arizona“ aus, es wurde noch viel gelacht, erzählt,  getanzt und manches Glas geleert…

 

 

Am Sonntagmorgen wurden dann die Traktoren wieder auf die Trailer verladen, und die Teilnehmer zerstreuten sich nach einer herzlichen Verabschiedung nach und nach in alle Himmelsrichtungen.

 

 

 

Es war wieder einmal mehr eine gelungene Veranstaltung des Porsche-Diesel Clubs, deren Vorbereitung  für die Organisatoren zwar anstrengend und zeitintensiv war, für die sich aber jeder Einsatz gelohnt hat. Es hat uns von der Region Frankfurt-Spessart sehr viel Freude bereitet,  Euch die schöne Gegend um Wertheim zu zeigen und ein paar schöne Stunden mit und um unser gemeinsames Hobby der Porsche-Traktoren mit Euch zu verbringen.

 

 

Wir hoffen, dass es allen gefallen hat und Ihr alle wieder gut nach Hause gekommen seid!

 

 

 

 

 

Text: Jan Holighaus

 

 

Bilder: Manfred Hofinger, Bernhard Köser, Hans-Jürgen Eisenkopf

 

 

 

im September 2012

 

 

 

 

 

 

  

 

 

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